Nein zu Gewalt an Frauen und Geflüchteten!

Seit der Sylvesternacht spielen sich frauenfeindliche Konservative und Rassisten als Beschützer der Frauen auf. Die körperliche Selbstbestimmung, materielle Unabhängigkeit und Gleichstellung der Frau sind ihnen ein Dorn im Auge. Es ist unbestritten, dass die Gräueltaten von Köln zu verurteilen sind, doch Sexismus ist kein importiertes Problem. Sexuelle Belästigungen auf Partys, Festivals und Oktoberfest sind seit Jahrzehnten ein Risiko für Frauen. Jede dritte Frau wurde schon Opfer von sexueller Gewalt. Nicht der ”schwarze Mann” in der dunklen Gasse ist das große Gefahrenpotenzial, sondern oft kennen die Opfer ihre Täter persönlich und diese sind vorallem männlich und weiß. Rassistische Hetze verstärkt nur all diese Probleme, indem die Menschen weiter entsolidarisiert werden und sich autoritäre Weltbilder durchsetzen. Schutzräume für Frauen (zb. Frauenhäuser) und Minderheiten und eine antirassistische Frauenbewegung sind der beste Schutz. Wir verurteilen Sexismus und sexistische Gewalt, egal von wem und egal in welcher Form.

AFD: Keine Alternative für Frauen
Neben dem Rassismus, macht die AfD auch gegen Frauenrechte mobil und hat ein reaktionäres Frauenbild, dass der NPD gleicht. Frauke Petry fordert eine Gebährpflicht auf drei Kinder pro Frau und würde an der Grenze auf Frauen schießen lassen. Fundamentale Christen in der AfD wettern gegen Abtreibungen. Erziehungs- und Pflegearbeit soll vom Staat weg in die Familie verlagert werden, was besonders die Frauen belasten würde. Frauen sollen ins alte Rollenbild gedrängt werden, hinterm Herd stehen und Kinder produzieren, so das Frauenbild der AfD.

Sexism is a business – ran an die Profite!
Pornografie, sexistische Werbung und Prostitution sind ein riesiges Geschäft, welches Frauen zu Sexsymbolen macht. Doch auch auf dem Arbeitsmarkt werden Frauen zum „schwachen Geschlecht“ gemacht. Sie verdienen durchschnittlich 23 % weniger Lohn und haben kaum Aufstiegschancen. Auch durch die Mutterrolle sind sie oft nach dem ersten Kind gegenüber Männern materiell benachteiligt. Sie werden dann nicht selten finanziell abhängig von dem Partner und der Großteil der Alleinerziehenden müssen Sozialgelder beziehen. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit, einen Mindestlohn von 12 € für alle und kostenlose Ganztagsbetreuung im Kindesalter.

Gemeinsam kämpfen statt Spaltung
Rassismus und Sexismus dienen dazu die Lohnabhängigen zu spalten und die Herrschaft durch die Kapitalisten zu verschleiern. Lohnabhängige Frauen, Männer, Deutsche und Nichtdeutsche haben die gleichen Interessen. Nur gemeinsam können wir erfolgreich für Gleichstellung, Soziales, gute Löhne und günstigen Wohnraum und gegen Rassismus und Kapitalismus kämpfen – für einen klassenkämpferischen Feminismus. Organisiert Euch in der Linksjugend Solid, der Partei DIE LINKE, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen! „Ohne Sozialismus keine Befreiung der Frau – ohne Befreiung der Frau kein Sozialismus.“ (Rosa Luxemburg)

 

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